Triggerpunkte / Schmerzpunkte

Im Jahr 2016 habe ich (Christian Conermann) es mit dem Laufen richtig übertrieben. Zwei Ärzte, ein Unfallchirurg und ein Rückspezialist stellten mir Anfang 2017 unabhängig voneinander die Diagnose, dass ich nie wieder Laufen oder Radfahren werde! Seit meinem 14 Lebensjahr gab es nur ein Hobby für mich, Sport. Als Sportler ist so eine Diagnose ein Weltuntergang-Szenario. Was ist passiert? Ich bin so viel gelaufen, dass vor lauter Rückenschmerzen meine Füße angefangen haben zu kribbeln. Die Nächte waren mit 2-3 Stunden Schlaf auch sehr kurz.

Es musste also schnellstmöglich eine Lösung her. Nach einem halben Jahr Pause habe ich mir einen Personaltrainer gesucht. Der liebe Alex war zufällig Physiotherapeut und befasste sich neben dem Krafttraining sehr viel mit dem Faszientraining und der Triggerpunktbehandlung. Ich erinnere mich noch genau an seine Diagnose. "Christian gehe mal ein paar Schritte und spann dabei Deine Gesäßsmuskeln an" - ich schaute ihn mit schmunzelnden und fragendem Blick nicht Dein Ernst an - Ergebnis es ging nicht! "Kein Wunder Christian, Du hast kein Arsch mehr in der Hose und Dein Körper ist voll von Triggerpunkten!"

Ob ihr es glaubt oder nicht, ich laufe und fahre wieder Rennrad - schmerzfrei :-)

 

Auf dieser Seite möchte ich somit auf das wichtige Thema Triggerpunkte (Schmerzpunkte) eingehen. Der menschliche Körper besitzt 650 Muskeln, unglaublich, oder? Zudem möchte zu bedenken geben, dass das zentrale Nervensystem unseres Körpers auch eine große Rolle in dem Zusammenhang spielt.

​Was ist ein Triggerpunkt?

Die häufigste Form von Triggerpunkten, sind sogenannte myofasziale (die Muskeln und die Faszien betreffend) Triggerpunkte. Dabei handelt es sich um schmerzhafte Verhärtungen in der Skelettmuskulatur, die Muskeln die für Körperbewegung, zum Beispiel Laufen oder Wandern, verantwortlich sind.

Diese schmerzhaften Verhärtungen sitzen in einem Bündel angespannter Muskelfasern, sogenannte „Hartspannstrang“ oder „taut band“. Mit Hilfe von Therapeuten können diese Triggerpunkte (Kontraktionspunkt) als Knoten oder Knubbel ertastet werden. Wird auf diese Punkte Druck ausgeübt, erzeugt das unangenehme Schmerzen (Zone maximaler Schmerzhaftigkeit). Je nach Druckstärke und Art des Triggerpunktes können sie so stark sein, dass der Betroffene regelrecht zusammenzuckt (sogenannte lokale Zuckungsantwort).

Dabei unterscheidet man zwei Arten von Triggerpunkten in der Medizin:

  • aktive Triggerpunkte: verursachen spontane Schmerzen bei Ruhe und Bewegung

  • latente Triggerpunkte: Schmerzempfinden nur bei Berührung und Druck

 

Der Muskelaufbau

Um die Entstehung und Lokalisierung von myofaszialen Triggerpunkten besser nachvollziehen zu können, ist es hilfreich, sich den Aufbau eines menschlichen Skelettmuskels vor Augen zu führen. Im Internet habe ich dazu eine großartige Webseite gefunden, die sämtliche Triggerpunkte im Körper aufzeigt. Dazu muss man wissen, wie man diese Seite zu nutzt.

 

Die X bezeichnen die Trigger-Punkte. Es gibt keinen Unterschied zwischen den schwarzen und weißen X. Der rotschattige Bereich zeigt den durch die Trigger-Punkte weitergeleiteten Schmerz und der dunkelrote Bereich bedeutet, dass mehr Menschen Schmerzen in diesem Bereich erleben. Diese Beispiel-Übersicht zeigt die Triggerpunkte für den Kleinzehenspreizer am Fuß:

                                                                  Quelle: www.triggerpoints.net/de

 

Nun habe ich euch lang genug auf die Folter gespannt. Alle Triggerpunkte findet ihr übersichtlich auf einer Karte, nach Muskeln und Symptome sortiert auf http://www.triggerpoints.net/de

Deshalb ist Faszientraining sehr wichtig, denn somit bringst Du Dein Bindegewebe in Bestform. Unsere Trainerin Brinja, ist übringens ausgebildete Faszien- und Blackroll-Trainerin: https://www.brinja-weiglein.de/qualifikation/

 

Würde mich riesig freuen, wenn wir uns gemeinsam über dieses wichtige Thema in unserem Forum austauschen:

www.team-gemeinsam-stark.de/forum

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Abductor Digiti Minimi, Flexor Digitorum